muss das so?


Montags fühle ich mich immer so richtig uargh, die Woche sollte dienstags anfangen, denke ich meistens, wenn der Wecker mich morgens unbarmherzig anrasselt. Aber da ich kein Morgenmensch bin, zumindestens nicht bis mittags, kippe ich mir stillschweigend erstmal einen Hektoliter Kaffee in den Hals und mache RUSSISCHE WOCHE.

Diese Art der Morgentoilette zieht manche Verletzung nach sich,spart aber Zeit. Man geht ins Bad, springt einmal kräftig gegen die Wand, so dass sämtlicher Dreck vom Körper abblättert. In Ermangelung eines Rasierers und einer heilen Steckdose greife ich nach einem Blatt groben Schleifpapiers und fasse dahin, wo eigentlich der Schukostecker rein gehört. Es schüttelt mich kurz, während das Schleifpapier meine Gesichtshaut entgratet - fertig. Und die Haare liegen auch gleich. Nun noch ein Schluck des koffeinhaltigen Flüssigweckers, und der Tag kann gar nicht mehr schlecht werden…. Schon zehn nach sieben stehe ich an der Bushaltestelle und realisiere plötzlich: Dies war eine Übung. Fehlalarm. Ich bin viel zu früh. Denn mir fällt es wie Schuppen aus den Haaren, als ich in den Bus steigen will: Heute ist - Montag. Der erste Montag einer ganz normalen Spätschichtwoche.

Wieder zu Hause angekommen, verliert der Kaffee sofort seine Wirkung.  Zum Glück ist mein Bett noch nicht weggeräumt. (dh)

Mittags, wenn der Tag beginnt…

Stehe ich doch heute nichtsahnend auf – ja, auch das soll bei Langschläfern an freien Tagen vorkommen – und stelle fest, dass das Wasser mal wieder abgestellt wurde. Und das nicht etwa, weil ich noch mit der Rechnung in Verzug bin. Es betraf die gesamte Hausgemeinschaft und alle, die an die offensichtlich veraltete Leitung unterhalb unserer Straße angeschlossen sind. Das ist bei weitem schon ein Akt der Regelmäßigkeit, da das Rohrsystem des öfteren  Anlass zu solchen Aktionen gab, welche mitunter auch schon mal 1-2Tage dauern konnten.

Dass man sich schwer tut im Auswechseln von Leitungen, davon können gerade wir „Ossis“ ja ein Lied singen, aber so allmählich denke ich bei mir, beginnt diese Wasserabstellerei unberechenbar zu werden. Immerhin erfolgte sie bislang oft wegen der Akutheit völlig ohne Ankündigung.

 

So schleppe ich mich mal wieder mit 2 Plastikeimern zum Wassertankwagen, der in unserer Straße hält, ungekämmt und unrasiert, gähnend die Bettdecke noch hinter mir herschleifend und überlege, ob ich gleich vor Ort Zähne putze, oder erstmal die Eimer fülle. Das würde höchstens für meinen Morgenkaffee reichen, so müde wie ich bin. Im Vorbeigehen stelle ich einen vollen Eimer ab und schaue gelangweilt in meinen Briefkasten – ach, siehe da: Kaum ist man bereits einen halben Tag ohne Wasser, schon ist auch die dazugehörige Ankündigung im Kasten.  Ich will also nichts gesagt haben… dh Foto:ENBW

…Oder vom Preis des Ruhmes

Hatte ich doch prompt geglaubt, ich könnte berühmt werden. Deswegen sendete ich eins meiner selbst verbrochenen Werke an die Brentano-Gesellschaft, eine Frankfurter Verlagsgruppe  des August von Goethe Verlages, um mich damit für die Weihnachtsedition 2007 der Frankfurter Bibliothek zu bewerben. (Ich hatte hier auch freudestrahlend darüber geschrieben..)

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