In der Diskussion ist derzeit ein Verkaufsverbot für Alkohol an Tankstellen. Jaja, die Politiker machen uns kleinen, rechtschaffend arbeitenden Wählern immer wieder mal das Leben besonders schwer. Dann müssen Leute wie meinereiner halt, wenn es soweit ist, auf dem Rückweg von der Arbeit an der Kneipe vorbei fahren und beim Wirt den Milchkrug unter den Zapfhahn halten wie zu Großvaters Zeiten, wenn ich nach Feierabend zu Hause einen zwitschern will… Als Schichtarbeiter warte ich nämlich händeringend auf die Umsetzung des Ladenschlussgesetzes in MeckPom.
Zum Glück gibt es ja auch noch Imbissbuden, die länger geöffnet haben. Da werden übrigens auch, liebe Politiker und Nichttrinker, jene durstigen Kunden mit ihren PS-Schleudern vorfahren, die dann an der Tankstelle das Gesöff ihrer Träume nicht mehr erwerben können. Die Tankwarte machen weniger Umsatz, denn die, die es betreffen soll, finden Mittel und Wege, ohne vor Verzweiflung während des Tankens an der Zapfpistole zu nuggeln, um auf ihre Prozente zu kommen. Russland hat es in seiner wodkafreien Zeit vorgemacht, was machten da nicht alles für sonderliche alkoholische Getränke die Runde.
Und das Ende vom Lied? Statt Bölkstoff an der Tanke trinkt der dauerdurstige Autofahrer dann Sake beim Chinesen um die Ecke, Tankstellen-Shops gehen ein, und wir Wähler zeigen zu guter Letzt mal wieder mit Fingern auf die Beschlusserlasser in Berlin und den Ländern, kopfschüttelnd über soviel Courage, Entscheidungen zu treffen, die nichts bringen – außer spätere Wahlergebnisse, die dann auch alles andere als hochprozentig sind.
Aber im Ernst: Wenn die Zahl der Unfälle und der Unfallopfer – ob getötete oder verletzte – gesenkt werden soll, macht die Nullpromillegrenze für motorisierte Verkehrsteilnehmer, egal ob Zwei- oder Vierradfahrer, mehr Sinn. Wenn sie konsequent durchgesetzt wird. Ich mache mir nur Sorgen, dass sie eines Tages auch für Fußgänger gelten könnte… :-) dicking. Grafik: www.bildergeschichten.eu